Unfall beendet beim 24h-Rennen Timos Jagd auf das Podium

Ein dramatisches Regen-Finale, Hitze wie im Hochsommer und 205.000 begeisterte Zuschauer: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat seinem Ruf als eines der härtesten und spektakulärsten GT-Rennen der Welt auch bei der 45. Auflage alle Ehre gemacht. Timo Scheider und seine Teamkollegen Augusto Farfus (BRA), Alex Lynn (GBR) und António Felix da Costa (POR) lagen mit ihrem BMW M6 GT3 des BMW Team Schnitzer lange Zeit auf Podiumskurs, doch am Sonntagmorgen fand das Rennen für die Startnummer 43 nach einem Unfall leider frühzeitig sein Ende.

Grund zur Freude hatten aus BMW Sicht schlussendlich vor allem Alexander Sims (GBR), Markus Palttala (FIN), Nick Catsburg (NED) und Richard Westbrook (GBR). Im BMW M6 GT3 mit der Startnummer 98 von ROWE Racing erreichte das Quartett nach 158 gefahrenen Runden den zweiten Platz. Die Entscheidung fiel erst auf der spannenden Schlussrunde.

Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende sorgte ein heftiger Regenguss auf weiten Teilen der Nordschleife für chaotische Bedingungen. Catsburg behielt als Schlussfahrer der Startnummer 98 jedoch einen kühlen Kopf, konnte auf Regenreifen noch eine Position gutmachen und schließlich als Zweiter gemeinsam mit seinen Teamkollegen jubeln. Platz zwei ist das bisher beste Ergebnis für ROWE Racing beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel.

Starke Mannschaftsleistung aller BMW M6 GT3 Teams.

Fünf weiteren BMW M6 GT3 gelang der Sprung in die Top-15. Der BMW M6 GT3 mit der Startnummer 42 verpasste auf Rang vier beim 24h-Comeback vom BMW Team Schnitzer das Podium nur knapp. Trotzdem gelang Marco Wittmann (GER), Tom Blomqvist (GBR), Martin Tomczyk (GER) und Augusto Farfus (BRA) eine starke Aufholjagd, nachdem sie in der Nacht aufgrund von technischen Problemen bei einem Tankstopp viel Zeit verloren hatten.

Die beiden BMW M6 GT3 vom Schubert Motorsport Team erreichten auf der 25,378 Kilometer langen Strecke die Positionen elf (#20) und zwölf (#19). Im Fahrzeug mit der Startnummer 20 waren Jesse Krohn (FIN), Bruno Spengler (CAN), Kuno Wittmer (CAN) und Jörg Müller (GER) unterwegs. Am Steuer der Nummer 19 wechselten sich Jens Klingmann (GER), John Edwards (USA), Tom Onslow-Cole (GBR) und Müller ab. Der zweite BMW M6 GT3 vom ROWE Racing Team (Nummer 99) belegte mit Philipp Eng (AUT), Alexander Sims (GBR), Maxime Martin (BEL) und Marc Basseng (GER) im Cockpit den zehnten Rang.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Wir haben in diesem Jahr am Nürburgring ein tolles Wochenende vor beeindruckender Kulisse mit Rekord-Zuschauerzahlen erlebt – ein absolutes Volksfest. Das Finale, als kurz vor Schluss nach mehreren Tagen absoluten Traumwetters der hier offenbar völlig unvermeidliche Regen kam, war absolut dramatisch und nichts für schwache Nerven. Die Zuschauer vor Ort und vor dem Fernseher sind sicher voll auf ihre Kosten gekommen. Der zweite Platz von ROWE Racing und dem Fahrerquartett Palttala, Catsburg, Sims und Westbrook ist dabei ein toller Erfolg. Dieses großartige Teamergebnis wird mit drei weiteren BMW M6 GT3 in den Top-10 unterstrichen. Damit konnten wir hohe Leistungsdichte und Zuverlässigkeit zeigen. Das ist der verdiente Lohn für die ganze Mannschaft, die sich intensiv und hart auf dieses Rennen vorbereitet hat: Mechaniker, Ingenieure, Teams, Fahrer. Ihnen allen gebührt unser Dank. Gefreut hat mich auch der super Auftritt von unserem BMW M4 GT4 Medienfahrzeug, bei dem sowohl Team als auch Fahrer einen großartigen Job gemacht haben, den Klassensieg erzielten und gesamthaft in den Top-40 ins Ziel gekommen sind. Natürlich hätten wir hier unseren 19 Gesamtsiegen gerne einen weiteren Triumph hinzugefügt, aber mit diesem Ergebnis sind wir dennoch zufrieden. Glückwunsch an die Land-Mannschaft zum Sieg.“

Charly Lamm (Teamchef BMW Team Schnitzer): „Das war eine unglaubliche Veranstaltung – und das Rennen hat all das geboten, was ein 24-Stunden-Rennen bieten sollte. Positiv nehmen wir mit, dass wir in diesem sehr wettbewerbsfähigen Feld mitkämpfen konnten. Mit beiden Autos hat es leider Zwischenfälle gegeben, die letztlich entscheidend gewesen sind. Mit der Nummer 42 haben wir in der Nacht aufgrund des Defekts eines Tankbauteils viel Zeit verloren. So war kein besseres Ergebnis möglich. Die 43 lief eigentlich wie ein Uhrwerk, und wir waren früh in der Spitzengruppe dabei. Dann hatte jedoch Augusto einen Unfall, so dass wir aufgeben mussten.“

Ergebnisse BMW M6 GT3 Teams:

#19 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport – Platz 12
Jens Klingmann (GER), Jörg Müller (GER), John Edwards (USA), Tom Onslow-Cole (GBR)

#20 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport – Platz 11
Jesse Krohn (FIN), Jörg Müller (GER), Bruno Spengler (CAN), Kuno Wittmer (CAN)

#42, BMW M6 GT3, BMW Team Schnitzer – Platz 4
Marco Wittmann (GER), Tom Blomqvist (GBR), Martin Tomczyk (GER), Augusto Farfus (BRA)

#43, BMW M6 GT3, BMW Team Schnitzer – DNF
Augusto Farfus (BRA), Alexander Lynn (GBR), António Félix da Costa (POR), Timo Scheider (GER)

#98 BMW M6 GT3, ROWE Racing – Platz 2
Markus Palttala (FIN), Nick Catsburg (NED), Alexander Sims (GBR), Richard Westbrook (GBR)

#99 BMW M6 GT3, ROWE Racing – Platz 10
Philipp Eng (AUT), Alexander Sims (GBR), Maxime Martin (BEL), Marc Basseng (GER)

#33 BMW M6 GT3, Falken Motorsports – Platz 8
Peter Dumbreck (GBR), Alexandre Imperatori (SUI), Stef Dusseldorp (NED), Marco Seefried (GER)

#101 BMW M6 GT3, Walkenhorst Motorsport – DNF
Henry Walkenhorst (GER), Jordan Tresson (FRA), David Schiwietz (GER), Jaap van Lagen (NED)

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