Klare Steigerung und weitere Punkte

Die für das Team Scheider Motorsport positiv verlaufenen Testfahrten in Zandvoort trugen auch im Verlauf des siebten Rennwochenendes der Saison an selber Stelle Früchte. Auf der Traditionsstrecke im niederländischen Nordseebad fanden Janneau Esmeijer (19, Rhenen) und Julian Hanses (18, Hilden) auf Anhieb einen guten Rhythmus, die Startpositionen 4 und 10 zeugten von einer klaren Steigerung der Mannschaft vom Bodensee.

Leider klappte die Umsetzung der starken Trainings-Performance in ebenso starke Rennergebnisse nicht ganz nach Wunsch. Im ersten Lauf musste Esmeijer nach einem verpatzten Start im weiteren Rennverlauf noch zweimal heiklen Situationen ausweichen und büßte dadurch einige Positionen ein. Der zehnte Rang bedeutete für den Lokalmatador aber nicht nur einen weiteren Meisterschaftspunkt, sondern Reglement-bedingt auch die Pole Position für das dritte Rennen des Wochenendes. Auch Teamkollege Hanses fuhr ein gutes Rennen und lief auf Rang 12 ein.

Im zweiten Lauf setzte sich der Aufwärtstrend zunächst fort. Zwar konnte Esmeijer seinen dritten Startplatz nicht über die Distanz halten, der fünfte Schlussrang bedeutete aber das beste Saisonergebnis für die bislang nicht vom Glück verfolgte Scheider-Truppe. Leider wurde der von Startplatz 13 losgefahrene Hanses von einem Konkurrenten abgeschossen und sah die Zielflagge nicht.

Der dritte Lauf am Sonntagmorgen versprach angesichts Esmeijers Pole-Position die beste Ausgangslage für das Team Scheider Motorsport. Doch leider wurde auch der Niederländer zum Opfer der widrigen äußeren Bedingungen und versenkte seinen Tatuus-Abarth-Rennwagen nach einem Ausrutscher auf regennasser Piste im Kiesbett. Hanses fuhr erneut ein gutes Rennen und verpasste als Zwölfter die Punkteränge abermals nur sehr knapp.

Teamchef Timo Scheider zog ein überwiegend sehr positives Fazit des Zandvoort-Wochenendes: „Auch wenn wir uns angesichts der guten Trainingsleistungen für die Rennen insgeheim noch mehr ausgerechnet hatten, muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Wir haben in Sachen Performance einen sehr deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Die hervorragende Quali-Performance war ein Beleg dafür, und wenn Julian seine besten Sektoren zusammengebracht hätte, wären wir sogar mit beiden Autos ganz vorne gestanden. Und klar ist: Nur wer vorne startet, redet bei dieser enormen Leistungsdichte in der ADAC Formel 4 ein Wörtchen um Punkte oder gar Podestplätze mit. Wir wissen nun, dass wir in die richtige Richtung gehen, und das verleiht dem Team zusätzliche Motivation fürs Saisonfinale.“

Das letzte Rennwochenende der ADAC Formel 4 2016 geht am 1./2. Oktober auf dem Grand-Prix-Kurs in Hockenheim über die Bühne.

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